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Bericht über unseren kleinen Patienten Chinguun Altannaran, geboren am 08.06.2016.

Bericht über unseren kleinen Patienten Chinguun aus der Mongolei, der mit Hilfe der „Herz für Herz Stiftung für Leben!“ im Deutschen Herzzentrum München erfolgreich operiert werden konnte.

Der 1½ Jahre alte und 10kg schwere Junge litt an einem offenen Ductus arteriosus und einer schweren Aortenisthmusstenose. Eine Aortenisthmusstenose ist eine Verengung der Hauptschlagader im Körper, sodass die untere Körperhälfte nicht ausreichend durchblutet wird. Der Körper hilft sich selbst, indem ein Hormon aus den Nieren ausgeschieden wird, dass den Blutdruck so sehr in die Höhe treibt, dass trotz der Verengung ausreichend Blut in die untere Körperhälfte strömt. Der Preis ist jedoch ein überhöhter Blutdruck in der oberen Körperhälfte. Dies stellt eine Belastung für die Arterien in der oberen Körperhälfte da und bedeutet vor allem, dass das Herz gegen einen sehr hohen Blutdruck arbeiten muss. Die linke Herzkammer verdickt sich dadurch und kann in sehr schweren Fällen versagen.


Bei Chinguun war die linke Herzkammer zwar schon verdickt, aber noch ausreichend stark.


Da es für den Jungen keine Möglichkeit gab, in der Mongolei, in China, oder in Korea operiert zu werden, hat sich die Familie schließlich an das Deutsche Herzzentrum München gewandt. Wir waren froh, nicht zuletzt durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung „Herz für Herz - Stiftung für Leben!“ dem Kind eine Korrekturoperation anbieten zu können.

 

Unser kinderherzchirurgisches Team um Prof. Lange und Frau Dr. Cleuziou konnten am 14. November den Jungen erfolgreich operieren. Dabei eröffneten sie den Brustkorb von der linken Seite, erreichten von hier aus die Aorta und konnten den persistierenden Ductus Durchtrennen sowie die Engstelle, die nur 3 mm im Durchmesser hatte, herausschneiden und die normalgroßen Enden der Hauptschlagader wieder mit feinen Nähten zusammenfügen.


Wenige Stunden nach der Operation auf der Intensivstation konnte er von der künstlichen Beatmung befreit werden. Der Junge hatte aber einen deutlich erhöhten Blutdruck, sodass er nun noch Medikamente dagegen einnehmen muss. Insgesamt verlief die Operation und die postoperative Erholung aber so rasch, dass der Junge bereits 6 Tage nach Operation entlassen werden konnte. Die Operationsnarben verheilten problemlos und die ersten ambulanten Kontrollen zeigen ein hervorragendes Operationsergebnis. Der Junge wird sich noch ein paar Wochen bei Verwandten in Deutschland aufhalten, bevor er nach einer endgültigen Kontrolle in der Ambulanz des Deutschen Herzzentrum München mit seiner Mutter zurück in die Mongolei fliegen wird. Das kinderkardiologisch kinderherzchirurgische Team am Deutschen Herzzentrum München freut sich, dass der Junge sich nach der Operation so schnell erholt hat. Ein besonderer Dank gilt der Stiftung „Herz für Herz - Stiftung für Leben!“ von Frau Dr. Irène Lejeune und Herrn Dr. phil.h.c.mult. Erich Lejeune, die durch ihre unbürokratische Hilfe diesen Eingriff ermöglicht hat.


„Vielen Dank!“ sagt

Prof. Dr. med. Peter Ewert
Ärztlicher Direktor
Deutsches Herzzentrum München
 

Stiftung „Herz für Herz – Stiftung für Leben!“
Denningerstrasse 15 / III
81679 München

Telefon: +49 (0) 89 - 30 90 50 821
Fax: +49 (0) 89 - 30 90 50 823
E-Mail: info@herzfuerherz.de


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